Die richtige Hundepflege

Wie alt ein Hund wird, hängt erheblich mit seiner Pflege zusammen. Einem zu schnellen Altern Ihres Hundes können Sie entgegenwirken wenn Sie folgende Tipps beachten:

Das Fell
Hunde Scheren, Trimmen, Frisur Ein Hund lernt die Fellpflege von seiner Mutter. Sie können ihn dabei mit einer Bürste oder Kamm unterstützen. Damit leisten Sie gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Verhütung von Krankheiten und anderen Problemen, die durch Parasiten entstehen. Bürsten oder Kämmen Sie stets vom Kopf in Richtung Schwanz. Achten Sie auf Flöhe, Milben und andere Parasiten und betrachten Sie ob das Fell glänzt. Stumpfes Fell ist ein Anzeichen für Krankheiten. Bei kurzhaarigen Rassen sollte die Pflege mindestens einmal im Monat stattfinden. Langhaarige Rassen sollten wenigstens einmal wöchentlich sorgfältig gebürstet werden. Bei struppigem Fell verwenden Sie einen grobzinkigen Kamm. Eine Drahtbürste ist am besten für das Entfernen von ausgefallenen Haaren. Die Fellpflege verbessert das Aussehen Ihres Hundes und festigt die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Hund.

Das Scheren, Trimmen
Entsprechend einzelner Standards der Rassen erfordert das Trimmen bzw. Scheren neben geschickten Händen auch gute Kenntnisse über diese Standards. So gibt es bei den verschiedenen Terrier-Arten verschiedenen Kopfschuren. Die klassische Standard-Schur des Pudels unterscheidet sich von der modernen Schur des Pudels. Das Scheren bzw. Trimmen dient jedoch nicht nur den verschiedenen Rassemerkmalen gerecht zu werden, sondern dient teilweise auch zur Pflege des Hundes. So werden beispielsweise Augen freigeschnitten, der Hund vor Überhitzung geschützt etc.

Die Ohren
Entzündungen des äußeren Gehörganges gehören zu den häufigsten Hauterkrankungen der Hunde. Rote Stellen, starker Geruch, vermehrte Ohrschmalzbildung, häufiges Kopfschütteln und Juckreiz deuten auf eine Erkrankung hin. Sie sollten einmal pro Wochen die Ohren des Hundes kontrollieren. Die Ohren Ihres Hundes sind stärker L-förmig geformt als die des Menschen und der Ohrschmalz sammelt sich in der Ecke des L´s. Um diesen Ohrschmalz zu beseitigen, sollten Sie das Ohr mit einer Ohrreinigerflüssigkeit füllen. Massieren Sie den Ohransatz vorsichtig 20-30 Sekunden um den Ohrschmalz zu lösen. Säubern Sie vorsichtig mit einem Taschentuch das Ohr von losem Ohrschmalz. Ihr Hund wird sich schütteln und so den Ohrreiniger samt Ohrschmalz herauskommen. Wiederholen Sie den Vorgang bis Sie keinen Ohrschmalz mehr sehen. Verwenden Sie niemals Wattestäbchen!

Die Augen
Sie sollten die Augen täglich säubern. Eingetrocknetes Sekret in den Augenwinkeln ist normalerweise kein Grund zur Sorge. Sie können es sanft mit einem Taschentuch, das mit warmem Wasser angefeuchtet wurde, entfernen. Wenn sie regelmäßig Tränen, einen schleimigen oder gelblichen Ausfluss feststellen, oder die Augen rote Ränder aufweisen, sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen.

Die Zähne
Hund Zahnpflege Untersuchen Sie regelmäßig die Zähne Ihres Hundes. Sie sollten auch der Oberfläche frei von Zahnstein sein und das Zahnfleisch sollte eine gesunde Rosafärbung ohne Rötung aufweisen. Der Kauvorgang ist wichtig für die Gebissreinigung des Hundes; spezielle knusprige Kausnacks werden hierfür angeboten und sorgen für Hygiene und Gesundheit der Zähne und des Zahnfleisches. Außerdem gibt es Zahnpasta und Zahnbürsten sowie Mundspüllösungen speziell für den Hund. Sollten die Zähne gelbliche oder bräunliche Verfärbungen haben, handelt es sich um Zahnstein der vom Tierarzt entfernt werden sollte.

Die Pfoten
Überprüfen Sie ob sich Ihr Hund seine Krallen beim laufen genügend abnützt. Weicher Boden oder wenig Bewegung begünstigen das die Krallen zu lang werden. Die Krallen müssen mit dem Ballen enden, wenn sie darüber stehen, sind sie zu lang. Dann ist es notwendig die Krallen mit einer Handelsüblichen Krallenzange zu schneiden. Beim Kürzen ist Vorsicht geboten, da der Hund in seinen Krallen Blutgefäße hat. Schneidet man zu kurz verletzt man den Hund. Bei hellen Krallen kann man die Blutgefäße sehen, bis zu denen man schneiden darf. Ihr Tierarzt hilft Ihnen gerne. Man sollte auch öfters den Zehenzwischenraum kontrollieren auf Fremdkörper oder starke Verfilzung. Im Winter sollte man vermeiden das der Hund auf Straßen oder Wegen mit Streusalz läuft. Gegebenenfalls mit lauwarmem Wasser die Pfoten säubern.

Würmer
In der tierärztlichen Praxis werden täglich Hundepatienten vorgestellt, die verwurmt sind, ohne daß die Erkrankung offenkundig ist. Art und Ausmaß des Wurmbefalls bestimmen meist die Verhaltensänderung und den Gesundheitszustand des Hundes. Müdigkeit, Appetitmangel, Zurückbleiben in der Entwicklung und im Wachstum, Abmagerung mit gleichzeitig aufgetriebenem Bauch, Erbrechen, glanzloses Haarkleid, Hautveränderungen, Husten etc. können Anzeichen eines Wurmbefalls sein. Zuweilen können auch Blutungen in Darm, Lunge und Leber nachgewiesen werden. Bei Massenbefall kann es zu Darmwandrissen und Tod kommen. Wegen der Gefahr für den Menschen und das Tier sollte eine regelmäßige Entwurmung stattfinden. Der Tierarzt weiß, welche verschiedenen Wurminfektionen vorkommen und kann ihnen ein hochwirksames Anthelminthikum verschreiben.

Zecken
Zecken sind gefährliche Krankheitsüberträger. Die Infektionsrate der Zecken mit Borrelia burgdorferi in der BRD beträgt mit regionalen Schwankungen 30% (1985 - 1995). Ansteckungsgefahr herrscht praktisch überall, wo es Zecken gibt. Hauptüberträger ist die einheimische Zeckenart, der Holzbock. Er kommt besonders in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern und Lichtungen mit großwüchsigen Gräsern, in buschreichen Gegenden, aber auch in städtischen Parks und naturnahen Hausgärten. Zeckensaison ist von März bis Oktober mit Höhepunkten im Frühjahr und Herbst. Wald- und Wühlmäuse, dienen als Reservoir für die Borreliose-Bakterien da sie selbst nicht erkranken. Das Bakterium vermehrt sich dann im Darm der Zecke und wandert während des Blutsaugens der Zecke in deren Speicheldrüsen ein und infiziert so Mensch und Hund. Das Infektionsrisiko steigt somit mit der Saugdauer der Zecke. Deshalb ist eine rechtzeitige Entfernung von Zecken wichtig! Neueste Versuche haben eine Infektion erst 48 Stunden nach Ansaugen der Zecke ermittelt. Zecken entfernen Sie am besten mit einer handelsüblichen Zeckenzange. Man sollte genau darauf achten das der Kopf der Zecke mit heraus kommt, da es sonst zu einer Entzündung kommen kann.

Flöhe
Ständiges Kratzen, allgemeine Nervosität sind Anzeichen für einen starken Flohbefall des Hundes. Flöhe sind Überträger von Wurmeiern und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Abgesehen davon stellen sie für den Hund eine erhebliche Beeinträchtigung seiner Lebensqualität dar. Am besten helfen Flohsprühmittel, mit denen man auch die Umgebung desinfizieren sollte (Körbchen, Decke, usw.). Es gibt auch schon viele gute Shampoos gegen Flöhe.

BadenHunde Baden, Hundepflege Grundsätzlich sollte man den Hund nur selten Baden oder wenn es unbedingt sein muss. Das Fell und die Haut verfügen über einen eigenen Schutz der beim Waschen gestört und unterbrochen wird. Wenn möglich lassen sie Ihren Hund bei Verschmutzung lieber in einem See baden anstatt Ihn unter die Dusche zu stellen. Wenn Sie Ihren Hund baden verwenden Sie spezielle Hunde-Shampoos. Diese sind besonders mild und für das Fell des Hundes geeignet. Spülen sie anschließend sorgfältig alle Rückstände aus dem Fell.

Viele Hunde lieben das Wasser. Achten Sie darauf das der Hund nach dem Schwimmen durch Bewegung trocken wird, damit eine Unterkühlung verhindert wird. Im Sommer sollte man bei großer Hitze und sehr kaltem Wasser ebenfalls vorsichtig sein. Lassen Sie Ihren Hund nur langsam ins Wasser gehen. Achten Sie auf die Qualität des Wassers. Dreck und Schadstoffe können Hautprobleme hervorrufen


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