Clickertraining, der Trick mit dem Klick

Das Clickertraining kommt ursprünglich aus Amerika, wo Delfine damit trainiert werden. Ziel des Trainings ist es, das Tier zu motivieren und Dinge aus eigenem Antrieb heraus zu tun, was wir von ihm wollen ohne dabei mit Zwang zu arbeiten. Der Clicker wird hier als kontinuierliche Bestätigung eingesetzt. Ein Click bedeutet somit "Ja richtig gemacht, es gibt eine Belohnung" Als Belohnung können Leckerlies oder auch Spielzeug eingesetzt werden. Der Clicker ist ein Kommunikationsinstrument.

Clickertraining ist Lernen am Erfolg! Es ist sehr hilfreich, Ihren Hund zu lehren, bestimmte Dinge zu tun.

Vorteile des Clickertrainings:
Vielfach hören Anwender des Clickertrainings: Das kann ich auch mit der Stimme machen. Ich sage einfach immer "fein", wenn mein Hund etwas richtig macht und belohne ihn dann. Zum Teil stimmt das, zum anderen Teil wieder nicht.

Gegenüber der Stimme hat der Clicker viele Vorteile:
  • Der Click ist ein neutrales Geräusch, das sonst im Alltag kaum vorkommt. Unsere Stimme hört der Hund häufiger.
  • Der Click ist auch über größere Entfernung deutlich zu hören aber trotzdem dezent.
  • Ein Click hat keine Abstufungen und Untertöne so wie die Stimme.
  • Der Click muss nicht vom Hundeführer kommen – in vielen Situationen kann ein Trainer den besten Moment viel besser erkennen als der Hundeführer und so den Click mit exaktem Timing einsetzen.

  • Weitere Vorteile sind:
  • Ausbildungsfehler (Click im falschen Moment) richten kaum Schäden an aber Leinenrucke im falschen Moment können durchaus schaden. Wird der Clicker falsch angewandt können auch hier Fehler auftreten.
  • Clickertraining ist super geeignet für unsichere, ängstliche Hunde und solche, die sich nicht gerne anfassen lassen.
  • Über Clickertraining werden freudig arbeitende Hunde ausgebildet, die keine Angst vor Strafe bei einer falschen Ausführung haben.
  • Beim Clickertraining arbeitet der Hund um etwas zu erlangen, so wie Sie bei Ihrer Arbeit und nicht, um eine "Korrektur" zu vermeiden.

  • Wie funktioniert Clickertraining?

    Dem Hund wird zunächst beigebracht, das Geräusch des Clickers mit etwas Positivem zu verbinden. Dieser Schritt kann am einfachsten mit Futter gemacht werden: Nehmen Sie die Hälfte der Tagesration Ihres Hundes, clicken Sie in unregelmäßigen Abständen und in verschiedenen Situationen und geben oder werfen Sie sofort nach dem Click ein Stück Futter. Auf JEDEN Click folgt ein Stück Futter (Click + Bestätigung = C&B). Wenn Sie dies etwa zwei bis drei Tage gemacht haben, dann wird Ihr Hund den Click nicht mehr als neutrales, für ihn uninteressantes Geräusch wahrnehmen, sondern in Erwarung von etwas Positivem für ihn reagieren. Ab diesem Zeitpunkt können Sie beginnen, den Clicker zum Training von Verhaltensweißen oder zum erlernen neuer Tricks einzusetzen.

    Dabei achten Sie darauf, den Hund nicht in die erwünschten Verhaltensweisen oder Positionen zu locken und auch keine Hörzeichen oder sonstigen Signale zu geben. Reden Sie weder vor noch nach dem Click mit dem Hund. Die "Kommandos" (Signale) werden beim Clickertraining erst zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt, und das ist auch logisch: was sagt es Ihrem Hund schon, wenn Sie ihm sagen: "Heb' die linke Pfote hoch" oder "Sitz", wenn er mit diesen Worten keine Tätigkeit verknüpft. Er weiß nicht, was er tun soll und deshalb sagen Sie es ihm erst, wenn er das Verhalten bereits einigermaßen zuverlässig zeigt. Dann kann er die Tätigkeit mit dem Signal in Verbindung bringen. Zunächst tun Sie also nichts als Warten auf einen Moment, in dem der Hund einen kleinen Schritt in die richtige Richtung macht.

    Hunde Klicker Training Das kann ein Blick in die richtige Richtung sein (z.B. hin zu dem Gerät, das er erlernen soll) sein, oder auch das zufällige Anheben einer Pfote. In genau dem Moment, wo der Hund das ansatzweise richtige Verhalten zeigt, clicken Sie und bestärken mit etwas, was in dem Moment für den Hund eine schöne Belohnung darstellt. Das wiederholen Sie einige Male, dann verlangen Sie einen Schritt mehr. Der Hund soll z.B. einen Schritt auf das zu erlernende Gerät hin machen. So nähern Sie sich in ganz kleinen Schritten dem Trainingsziel. Der Click beendet das Verhalten, d.h. nach einem Click darf der Hund sich umdrehen, zu ihnen kommen um die Belohnung abzuholen oder sich aus der zu erlernenden Position erheben. Sobald ein Verhalten einigermaßen "sitzt" und noch verbessert werden soll, bestätigen Sie nicht mehr jede Ausführung, sondern variabel, d.h. in unregelmäßigen Abständen. Mal jede 3. gute Ausführung, dann wieder jede, dann jede 4. Bestätigen Sie auch nicht immer nur den Fortschritt, also das längere Sitzen bleiben, längere Fuß laufen, sondern unregelmäßig immer wieder einmal auch nach kurzer Dauer des Verhaltens. Werden Sie für Ihren Hund nicht berechenbar! Die jederzeitige Chance auf C+B hält die Motivation hoch. Würde es für jede korrekte Ausführung ein C+B geben, wäre das schnell langweilig, die Motivation sänke. Gelegentlich geben Sie einen Jackpot für besonders schöne Ausführung eines Verhalten. Das Signal (Kommando, Hörzeichen, Sichtzeichen) führen Sie ein, sobald der Hund ein Verhalten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausführen wird, und zwar komplett ausführen wird (also nicht bereits für die Annäherung an den Reifen, sondern erst für den Sprung hindurch). Sie führen das Signal unmittelbar, bevor der Hund die Tätigkeit ausführt, ein, also auch vor dem Click. Sobald das Signal eingeführt ist, bestärken Sie das Verhalten nicht mehr, ohne dass Sie das Signal für seine Ausführung gegeben hätten.

    Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Hund das Erlernte jetzt kann und immer und überall ausführen wird. Es bedarf vieler Wiederholungen und der Generalisierung des Verhaltens auf unterschiedliche Umgebungen, Tageszeiten und Ablenkungssituationen. Wenn Ihr Hund eine Übung dann wirklich kann, wird C+B abgebaut und nur noch gelegentlich für besondere Ausführungen gegeben.


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