Scheinträchtigkeit

Zitze mit Milcheinschuss Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um den "Schein" einer Trächtigkeit. Die Hündin zeigt hier etwa 3-4 Wochen nach der Läufigkeit Anzeichen einer Trächtigkeit. Dies kann sich folgendermaßen äußern:

  • Anhängliches, passives oder gar "depressives" Verhalten
  • Aggressives Verhalten
  • Häufig reduzierter Appetit
  • Befehle verweigern
  • Anschwellen der Milchdrüsen nach etwa 30 Tagen der Läufigkeit
  • Evtl. Milchbildung
  • Entzündung von Gesäuge
  • Unruhe, beginn von "Nestbau"
  • Behüten von Spielsachen
  • Evtl. Verlust von Fell/ Unterwolle
  • Im schlimmsten Fall "Pseudowehen"

Das alles KÖNNEN Anzeichen sein. Es müssen aber nicht alle Anzeichen auftreten, meist zeigen sich nur ein paar Anzeichen dafür. Diese sind auch von Hündin zu Hündin unterschiedlich und können in verschiedenen Formen auftreten. Bei der einen Hündin ist der Appetit stark reduziert, bei der anderen merkt man davon dagegen überhaupt nichts.

Zeigt eine Hündin starke Anzeichen einer Scheinträchtigkeit, sollte diese Behandelt werden. Das Gesäuge sollte örtlich Behandelt werden. Bei Entzündungen zusätzlich mit Antibiotika und Kortison. Meist werden Hormone zur Behandlung eingesetzt wie z.B. männliche und weibliche Hormone oder Gestagene (Trächtigkeitshormone). Diese sind aber meistens mit Nebenwirkungen verbunden und nicht jede Hündin verträgt die Hormone problemlos. Erbrechen kann eine Nebenwirkung davon sein. Bei wiederholender Scheinträchtigkeit wird zu einer Kastration geraten.

Scheinträchtige Hündin mit geschwollenem Gesäuge und starkem Fellverlust Scheinträchtige Hündinnen sollten von ihren Besitzern auf keinen Fall bemitleidet werden, da sich sonst die Symptome nur verstärken können. In manchen Fällen sollte der Hündin das Spielzeug weggenommen werden, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommt, es in ihr "Nest" zu bringen. Um die Hündin von ihren "Gedanken" abzubringen, sollten abwechslungsreiche Unternehmungen getätigt werden wie z.B. lange, ausgiebige Spaziergänge, gemeinsamer Shoppingbummel in der Stadt usw. Ist bereits Milch eingeschossen dienen zur äußeren Anwendung z.B. Essigumschläge oder Heilerdepackungen, später evtl. mit Kampfer- und Lorbeersalben. Um die Milchproduktion nicht noch mehr anzuregen, sollte ein "Abmelken" oder Abtrinken (von der Hündin selbst oder z.B. von Katzen) unbedingt vermieden werden.

Die Hündin sollte in dieser Zeit knapp gefüttert werden und es sollte Milch und Milchprodukte vermieden werden. Ein Tierheilpraktiker kann der scheinträchtigen Hündin mit gezieltem Einsatz von Homöopathie, Bachblüten, Akupressur und der Aromatherapie große Hilfestellung bieten.


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